Ist Lungenfibrose autoimmun-bedingt?


Neue Erkenntnisse zu Lungenkrankheit
Ist Lungenfibrose autoimmun-bedingt?

Forscher aus München sind möglicherweise der Ursache der idiopathischen Lungenfibrose auf die Spur gekommen. Demnach könnten Antikörper verantwortlich sein für die verschlechterte Funktion der Lunge.

Der Begriff „idiopathisch“ bedeutet so viel wie „ohne erkennbare Ursache“. Auch die idiopathische Lungenfibrose (IPF) – eine Form der interstitiellen Lungenerkrankung (ILD), bei der das Lungengewebe vernarbt – hatte bislang keine erkennbare Ursache. Das könnte sich nun ändern, nachdem ein Münchner Forscherteam Gewebeproben von 45 ILD-Patienten sowie von sechs Patienten mit fibrotischen Hauterkrankungen untersucht hat.

Körper greift Proteine im Lungengewebe an

„Interessanterweise konnten wir sowohl in der Lunge als auch in der Haut der Fibrose-Patienten vermehrt Proteine identifizieren, die maßgeblich in Antikörper produzierenden B-Zellen, sogenannten Plasmazellen, vorkommen. Die Menge dieser Zellen war mit der Abnahme der Lungenfunktion der Patienten korreliert“, erklärt Dr. Herbert Schiller vom Helmholtz Zentrum München. Das heißt: Bei manchen Patienten könnte eine überschießende Reaktion des Immunsystems (Autoimmunerkrankung) gegen noch unbekannte Proteine in der Lunge die IPF mitverursachen.

Immuntherapeutische Ansätze möglich

Erfolg bei der Erforschung und Behandlung der IPF verspricht laut Schiller vor allem die Massenspektrometrie, ein Verfahren zur Analyse von Molekülmassen: „Der Schlüssel zur besseren diagnostischen Einordnung in der Zukunft und möglichen immuntherapeutischen Ansätzen könnte die massenspektroskopische Identifikation von Autoantikörpern und deren Antigenen aus dem Blut von ILD-Patienten sein.“ Diese soll bald mit größeren Patientenkohorten erfolgen.

Quelle: Helmholtz Zentrum München

Pollenflugkalender

Vorhersage für Bitterfeld-Wolfen

News

Hitzestress bei Depression
Hitzestress bei Depression

Was ist die Ursache?

Menschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das so?    mehr

Kein Survival-Schwimmen für Babys!
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Gefährlich statt lebensrettend

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?   mehr

Tennis und Joggen bei Hüftarthrose
Tennis und Joggen bei Hüftarthrose

Nicht pauschal verbieten!

Viele Menschen mit Arthrose meiden Laufen, Tennis oder Skifahren aus Angst vor weiterem Gelenkverschleiß. Neue Studiendaten machen jedoch Hoffnung: Bestimmte belastende Sportarten scheinen das Risiko für einen Gelenkersatz nicht zwangsläufig zu erhöhen.   mehr

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Sertürner-Apotheke
Inhaber Michael Hartung
Telefon 03493/6 90 07
E-Mail info@apotheke-holzweissig.de